Altes Rathaus
Mit der Verwaltungs- und Gebietsreform wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dorfmark 1974 trotz erheblichen Widerstandes in die Stadt Fallingbostel eingemeindet. Auch eine Klage der Gemeinde Dorfmark beim Staatsgerichtshof in Bückeburg konnte diese Entscheidung nicht abwenden. Seither ist Dorfmark ein Ortsteil der Stadt Bad Fallingbostel.

 

Rund 50 Jahre vorher hatte es schon einmal eine große Gemeindezusammenlegung gegeben. Bis 1927/28 bestanden neben Dorfmark auch die selbständigen Gemeinden Fischendorf, Westendorf und Winkelhausen, die dann mit Dorfmark eingemeindet wurden.

 

Im Jahr 1968 gab sich Dorfmark zur 1000-Jahr-Feier ein eigenes Wappen, das an diese Gemeinden erinnern soll. Es zeigt im unteren Teil vier Lindenblätter, die diese vier selbständigen Gemeinden symbolisieren. Im oberen Teil sieht man eine sogenannte Heidlinje, eine kräftige Sense, mit der früher die Heide geschnitten wurde.

 

Dieses Gebäude war seit den 1950er Jahren bis zur Eingemeindung mit Fallingbostel im Jahr 1974 das Rathaus der Gemeinde Dorfmark.

 

Vor der Anlegung des Truppenübungsplatzes Bergen im Jahr 1936 war es Teil einer landwirtschaftlichen Hofstelle.

 

Die letzten Besitzer waren Hermann und Grete Lüderitz.
Weil der Großteil der Ländereien, die zu dieser Hofstelle gehörten, auf dem Gebiet des „Platzes“ lag, war dem Hof die Existenzgrundlage genommen. Das Anwesen ging in Staatseigentum über. Familie Lüderitz fand in Rettmer bei Lüneburg eine neue Heimat.

 

Im Erdgeschoss des „Alten Rathauses“ sind heute die Dorfmark-Touristik und eine Zweigstelle der Bad Fallingbosteler Bücherei untergebracht, im Obergeschoss befinden sich eine Wohnung und das Dorfmarker Ortsarchiv.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Heimatverein für das Kirchspiel Dorfmark