Bommühle

Die Bommühle gehörte von jeher zum Gut Westendorf (Landratenhof). 1818 kaufte die Familie von der Wense das Gut. Die Mühle verkaufte sie im gleichen Jahr an Johann Carsten Wüsthoff aus Ostenholz, die dazuge-hörende Sägemühle verblieb bei den von der Wenses.

 

Nach einer wechselvollen Familiengeschichte heiratete die Witwe Katharina Wüsthoff 1860 in dritter Ehe den Zimmermeister Heinrich Georg Allermann, der schon zehn Jahre lang die benachbarte Sägemühle gepachtet hatte. Nun waren beide Mühlen in einer Bewirtschaftung.

Katharinas älteste Tochter aus erster Ehe und Erbin der Mühle, Auguste Wüsthoff, heiratete 1883 Wilhelm Bösling. Der war sehr tüchtig, kaufte den von der Wenses 1904 auch die Sägemühle ab und vergrößerte die Landwirtschaft durch Zukauf von Ackerflächen. Der Sohn Georg Bösling (1885 – 1978) entwickelte den Betrieb nach dem ersten Weltkrieg erfolgreich weiter und war zeitweise der größte Arbeitgeber in Dorfmark. Bis zu 40 Personen waren in der Mühle, dem Sägewerk und in der Landwirtschaft beschäftigt.

 

Georg Bösling jun. (1913 – 1996) hat den Mühlenbetrieb noch bis 1980 fortgeführt. Mit ihm starb das Müllerhandwerk in Dorfmark aus.

 

Die Mühle mit dem Wasserwerk und den Turbinen steht unter Denkmalschutz. Die Turbinen erzeugen noch immer Strom, der an die Stadtwerke Böhmetal verkauft wird.

 

2011 hat Ewald Knak das Mühlengebäude an der östlichen Seite der Böhme gekauft und es in den
letzten Jahren sehr aufwändig, modern und attraktiv umgestaltet.

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